Bei diesem Tesla Model Y zog sich der Frontschaden über die gesamte Fahrzeugbreite. Dokumentiert wurden nicht nur beschädigte Außen- und Anbauteile, sondern auch Schäden an Struktur-, Deformations- und Achsträgerbauteilen. Der anonymisierte Praxisfall zeigt den festgestellten Befund und die im Gutachten vorgesehenen weiteren Schritte.
Ausgangslage: komplexer Frontschaden über die gesamte Fahrzeugbreite
Zur Begutachtung stand ein Tesla Model Y, ein batterieelektrisches SUV mit Heckantrieb. Der Frontschaden zog sich über die komplette Fahrzeugbreite. Sichtbar betroffen waren zunächst Frontklappe, Stoßfänger, beide vorderen Kotflügel sowie Scheinwerfer und Teile der Kühlerluftführung.
Die Lage und Stärke der sichtbaren Schäden deuteten darauf hin, dass weitere Bauteile hinter dem Stoßfänger betroffen waren. Das Gutachten erfasste in diesem Bereich auch tragende und energieabsorbierende Teile.


Festgestellter Schaden hinter den Verkleidungen
Nach der dokumentierten Freilegung waren unter anderem folgende Bereiche beschädigt oder betroffen:
- Frontklappe, Stoßfänger, beide vorderen Kotflügel
- Unterboden- und Radhausverkleidungen
- Scheinwerfer und Kühlerluftführung
- Vorderachsträger
- tragende und energieabsorbierende Bauteile im Vorderwagen
Welche zusätzlichen Schäden sich bei einer vollständigen Demontage zeigen und welche Bauteile tatsächlich ersetzt oder instand gesetzt werden, muss der weitere Reparaturverlauf klären.


Achs- und Karosserievermessung: verdeckte Schäden sichtbar machen
Im Gutachten waren eine Achs- und eine Karosserievermessung vorgesehen, um mögliche weitere Schäden zu beurteilen.

Richtbankarbeiten gehörten ebenfalls zum kalkulierten Reparaturweg.


Kalkulierter Reparaturweg – nicht zu verwechseln mit dem Ergebnis
Auf Basis des Befunds wurde ein Reparaturweg kalkuliert, der unter anderem umfangreichen Teileersatz, Karosserie- und Richtbankarbeiten sowie Korrosionsschutzmaßnahmen umfasste. Kalkulation und tatsächliche Ausführung sind zu unterscheiden: Reparaturdauer, Messergebnisse und endgültig ausgeführte Arbeiten sind in den für diesen Artikel vorliegenden Unterlagen nicht bestätigt.
Frontsensorik und Assistenzsysteme im Reparaturweg
Für die in diesem Schadenfall betroffene Frontsensorik und die Assistenzsysteme sah die Kalkulation Kalibrierungs-, Software- und Synchronisationsarbeiten vor. Aus den vorliegenden Unterlagen geht nicht hervor, welche konkreten Systeme betroffen waren und welche Arbeiten ausgeführt wurden.
Welche Prüf- und Einstellarbeiten erforderlich sind, hängt von den betroffenen Bauteilen und den für das konkrete Fahrzeug geltenden Reparaturvorgaben ab.
Hochvoltsystem: Einordnung im vorliegenden Fall
Im konkreten Fall wurde im Gutachten davon ausgegangen, dass keine Beschädigung des Hochvoltsystems vorliegt. Eine weitergehende Hochvoltprüfung wurde deshalb als nicht erforderlich bewertet. Diese Einschätzung bezieht sich ausschließlich auf den beschriebenen Schaden und stellt keine allgemeine Aussage für andere Elektrofahrzeugschäden dar.
Was dieser Fall zeigt
- Der dokumentierte Schaden umfasste mehr als die sichtbaren Außen- und Anbauteile.
- Achs- und Karosserievermessung waren vorgesehen; Ergebnisse lagen noch nicht vor.
- Die Kalkulation enthielt Arbeiten an der betroffenen Sensorik, deren Ausführung noch zu bestätigen ist.
Dokumentation vor Reparaturbeginn
Eine unabhängige Begutachtung vor Reparaturbeginn kann den festgestellten Zustand und den kalkulierten Reparaturweg festhalten. Ob und in welchem Umfang die Gegenseite beziehungsweise der zuständige Versicherer Kosten übernimmt, richtet sich nach der Haftungslage und den Umständen des Einzelfalls.
Begutachtung in Hamburg und Umgebung
Blaulicht Gutachten kommt in der Regel mobil zum Fahrzeug in Hamburg und Umgebung. Alternativ ist nach Terminvereinbarung eine Besichtigung an der Büroadresse in Hamburg-Bramfeld möglich.
Wenn Sie einen aktuellen Schadenfall haben, vereinbaren Sie einen Termin.
Tesla und Model Y sind Markenbezeichnungen des im Praxisfall begutachteten Fahrzeugs. Blaulicht Gutachten ist nicht mit Tesla verbunden und behauptet keine Autorisierung durch den Hersteller.

