Ausgangslage: fünftüriger Kleinwagen mit Heckanstoß
Zur Begutachtung stand ein Smart forfour, ein fünftüriger Kleinwagen mit Dreizylinder-Benziner und Doppelkupplungsgetriebe. Auf den ersten Blick schien der Schaden auf den Heckstoßfänger begrenzt. Die Begutachtung sollte klären, ob auch Bauteile hinter der Verkleidung betroffen waren, und eine wirtschaftliche Bewertung ermöglichen.

Bereits bei der Sichtprüfung von außen fiel ein ungleichmäßiges Spaltmaß auf. Im Gutachten wurde dies zusammen mit den weiteren Befunden eingeordnet.
Befund an tragenden Bauteilen
Im Gutachten wurden neben dem gerissenen Stoßfänger verformte Stoßfängeraufnahmen und Querträgerkomponenten dokumentiert. Außerdem nennt das Gutachten eine leichte Stauchung eines hinteren Längsträgers sowie Auffälligkeiten am Hitzeschutzblech, an der Abgasanlage, an Haltern des Parksystems und in angrenzenden Seitenwandbereichen. Ob einzelne markierte Bereiche nach der Demontage zusätzlich technisch verifiziert wurden, geht aus den vorliegenden Unterlagen nicht hervor.

Der Blick hinter die demontierte Verkleidung zeigt die im Gutachten markierten Schadenbereiche. Die technische Einordnung stammt aus dem Gutachten und nicht allein aus dem Foto.

Im Gutachten werden an mehreren Stellen Auffälligkeiten der Karosseriestruktur beschrieben.

Auch ein Anschlussbereich zu angrenzenden Karosserieteilen wurde im Gutachten als beschädigt dokumentiert.

Ergänzend dokumentiert das Gutachten eine Verformung am Hitzeschutz. Das Fahrzeug wurde darin als nicht verkehrssicher beurteilt.
Kalkulation: hoher Arbeitslohnanteil und Reparaturrisiko
Die Kalkulation sah umfangreiche Karosserie- und Richtarbeiten sowie den Ersatz der Heckquerträger-Verstärkung, der Längsträger-Verstärkungsplatte, verschiedener Stoßfängerkomponenten, von Teilen des Parksystems und von Bereichen der Abgasanlage vor. Hinzu kamen kalkulierte Lackier-, Hohlraumschutz- und Diagnosepositionen. Auffällig war der hohe Arbeitslohnanteil, der die Ersatzteilkosten in dieser Kalkulation deutlich überstieg.
Die ermittelten Reparaturkosten lagen im Ergebnis leicht oberhalb des Wiederbeschaffungswertes. Zusätzlich wurde ein Reparaturrisiko für Schäden ausgewiesen, die erst nach weiterer Demontage sichtbar werden könnten. Vor diesem Hintergrund wurde ein wirtschaftlicher Totalschaden festgestellt. Eine Beilackierung angrenzender Bauteile war in der Kalkulation nicht vorgesehen; eine Achs- und Karosserievermessung wurde für diesen konkreten Fall als nicht erforderlich eingestuft.
Was nach dem Gutachten geschah
Ob das Fahrzeug anschließend verwertet, ersetzt oder dennoch repariert wurde, ist nicht bekannt. Auch spätere Prüf- oder Reparaturergebnisse liegen für diesen Artikel nicht vor.
Was der Fall in der Praxis zeigt
In diesem Fall zeigte der Blick hinter die demontierte Verkleidung zusätzliche Schadenbereiche. Für die wirtschaftliche Bewertung waren neben den kalkulierten Ersatzteilen vor allem Karosseriearbeitszeiten, Lackieraufwand und das berücksichtigte Reparaturrisiko relevant.
Kfz-Gutachten in Hamburg und Umgebung
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